Steuerpflicht von Coronahilfen

In den letzten beiden Jahren gab es unzählige Coronahilfen vom Bund und den Ländern, gerade für Künstler. Die steuerlichen Folgen der einzelnen Zuwendungen, können sich unterscheiden.

Soforthilfen des Bundes

Hier besteht Einigkeit, dass die Soforthilfen des Bundes einkommensteuerpflichtig sind, aber nicht umsatzsteuerbar. Diese Beträge musst du also als Betriebseinnahmen im Rahmen deiner Einnahmenüberschussrechnung erfassen.

Soforthilfen der Länder

Hinsichtlich dieser Hilfen, besteht eine gewisse Restunsicherheit, wie sie einkommensteuerlich zu behandeln sind. Grundsätzlich wird zwar die Ansicht vertreten, dass die Soforthilfen des Bundes und der Länder einkommensteuerpflichtig sind.

Es dürfte sich hier aber lohnen doch noch einmal beim zuständigen Ministerium nachzufragen, ob nicht ein andere Beurteilung möglich ist. In Teilen, wurde vertreten, dass diese Hilfen bis max. 3.000 € für die Finanzierung der Lebenshaltungskosten gezahlt wurden und damit weder umsatzsteuerbar noch einkommensteuerpflichtig sind. Aber wie gesagt, das ist kritisch zu beurteilen. Fragt da lieber mal nach.

Überbrückungsgelder

Sind alle insgesamt einkommensteuerpflichtig, aber nicht umsatzsteuerbar.

Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Diese sind ebenfalls einkommensteuerpflichtig, aber nicht umsatzsteuerbar.

Neustarthilfen

Auch diese sind betriebliche Einnahmen, aber nicht umsatzsteuerbar.

Sonstige Förderzuschüsse diverser Art

Es ist hier im Prinzip nicht möglich, alle Coronahilfen im Einzelnen anzugeben, wie sie steuerlich zu behandeln sind. Am besten fragst du bei den entsprechenden Vergabestellen nach. Viele Einrichtungen, vor allem die Kultureinrichtungen haben Stipendien vergeben. Stipendien, die zur allgemeinen Finanzierung des Lebensunterhaltes dienen sind weder einkommensteuerpflichtig noch umsatzsteuerbar.

Förderbeträge, die im Zusammenhang mit der Durchführung eines Projektes gewährt wurden, stellen dagegen regelmäßig eine einkommensteuerpflichtige Betriebseinnahme dar. Umsatzsteuer entsteht jedoch auch in diesen Fällen nur dann, wenn der Fördergeber deine Leistung direkt erhält.

Es ist nicht davon auszugehen, dass das Finanzamt die richtige steuerliche Behandlung im Einzelnen überprüft. Du musst das schon von dir aus richtig recherchieren. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn du eine Fördersumme als Betriebseinnahme angeben würdest, obwohl du das gar nicht musst.