Auf Dienstreise: Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Für berufliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln können die angefallenen Kosten unproblematisch in voller Höhe als Fahrtkosten geltend gemacht werden. In Betracht kommen

  • Flugkosten
  • Bahnkosten
  • Straßenbahnkosten
  • Buskosten
  • Taxikosten

Eine Bahncard kann voll als Betriebsausgabe angesetzt werden, wenn die eingesparten Reisekosten über den Anschaffungskosten der Bahncard liegen.

Voraussetzung für die Anerkennung ist selbstverständlich, dass du entsprechende Belege für diese Kosten vorlegst und die berufliche Veranlassung nachweist oder glaubhaft machen kannst. Für größere Posten ist es deshalb gut, wenn du auf der Fahrkarte vermerkst, in welchem beruflichen Zusammenhang diese Reise stand. Gibt es einen Vertrag zu dieser Reise, zum Beispiel eine E-Mail oder irgendetwas, womit du nachweisen kannst, dass diese Fahrt beruflich veranlasst war, so kann das in jedem Fall hilfreich sein. Mache einen Vermerk auf der Fahrkarte oder lege die E-Mail zu deinen Steuerunterlagen.

Grundsätzlich ist die Höhe der Aufwendungen für die Anerkennung als Betriebsausgabe unerheblich, sofern du die betriebliche Veranlassung eindeutig nachweisen kannst. Es steht dir frei, mit einer Billigairline auf Konzertreise zu gehen. Gleichwohl kannst du aber auch in der Business Class einer gehobenen Fluglinie reisen. Das darf dir das Finanzamt nicht vorschreiben. Du bist Herr beziehungsweise Frau über die Gestaltung deiner betrieblichen Tätigkeit. Nur du bestimmst, wie du diese Tätigkeit ausführst. Mit dem Zug steht es dir ebenfalls frei, deine betrieblichen Fahrten mit der ersten Klasse durchzuführen, damit du frisch und fit beim Auftritt ankommst, oder eben in der zweiten Klasse.

Wo eintragen in der Anlage EÜR?

Kosten für öffentliche Verkehrsmittel werden in der Zeile 83 der Anlage EÜR eingetragen.

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