Auf Dienstreise: Fahrten mit dem eigenen Auto – Betriebsvermögen oder Privatvermögen?

Erledigst du verschiedene Fahrten mit deinem eigenen Auto, dann stellt sich die Frage, ob du das Auto in dein Betriebsvermögen aufnimmst oder ob du es in deinem Privatvermögen behältst. Wenn es zu Betriebsvermögen wird, kannst du die gesamten Kosten des Autos absetzen. Andererseits musst du deine Privatfahrten versteuern. Bleibt das Auto Privatvermögen, werden nur die betrieblichen Fahrten mit den tatsächlichen Kosten oder der Kilometerpauschale berücksichtigt.

Du kannst das Auto im Betriebsvermögen führen, wenn es zu mindestens 10 % betrieblich genutzt wird. Zu den betrieblichen Fahrten zählen die beruflichen Fahrten, die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und die Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung. Die betriebliche Nutzung kannst du durch eine dreimonatige repräsentative Aufzeichnung ermitteln. Wichtig ist, dass dein Fahrverhalten nicht laufend sehr unterschiedlich ist oder sich danach stark ändert. Unter diesen Bedingungen kannst du den Anteil aus der dreimonatigen Aufzeichnung für die Entscheidung „Betriebsvermögen oder Privatvermögen?“ heranziehen.

Sofern die betriebliche Nutzung zwischen 10 % und 50 % liegt, hast du die Wahl, das Fahrzeug entweder im Betriebsvermögen oder im Privatvermögen auszuweisen. Liegt die betriebliche Nutzung über 50 %, ist das Auto zwingend Betriebsvermögen. Du hast in diesem Fall keine Wahl.

Die „Einlage“ ins Betriebsvermögen erfolgt durch eine Handlung. Dies ist zum Beispiel die Aufnahme in deine steuerlichen Aufzeichnungen (Anlagevermögen auf einem Excel-Sheet).

Welche Variante die bessere ist, ergibt sich auf Basis des jeweiligen Einzelfalls und kann nie pauschal beurteilt werden. Ob die Zuordnung zum Betriebsvermögen oder zum Privatvermögen steuerlich günstiger ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wie ist dein Fahrverhalten, wie hoch war der Kaufpreis des Autos, bist du umsatzsteuerpflichtig oder nicht etc. Welche Möglichkeiten es im Einzelnen gibt, stelle ich dir in diversen Blogartikeln rund um das Thema „Dienstreise mit Pkw“ vor. Um zur richtigen Entscheidung zu kommen, musst du deinen Einzelfall durchrechnen oder zumindest grob überschlagen.

Dienstreise mit dem eigenen Fahrzeug: Das Fahrzeug ist Privatvermögen des Steuerpflichtigen

Dienstreise mit dem eigenen Fahrzeug: Das Fahrzeug ist Betriebsvermögen

Auf Dienstreise: Fahrzeug im Betriebsvermögen; die Anwendung der Fahrtenbuchmethode

Auf Dienstreise: Fahrzeug im Betriebsvermögen; die  Versteuerung des privaten Nutzungsvorteils nach der 1-Prozent-Methode

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